Folge 3 – Der Trailer

Zwischen insitutionellem Rassismus, Empowerment im Job und Konkurrenzängsten – was wollen wir?*

Warum tun sich Staat, Institutionen, Geschäftsleitungen, Vorgesetzte, Mitarbeiter*innen bei internem und externem Rassismus so schwer? Wie steht es um die Ressourcen von Menschen mit Migrations- und Rassismuserfahrung – ihren Geschichten, Sprachen und ihrer Expertise? Wie schützen und fördern wir sie? Der Historiker Cenk Akdoğanbulut, die Juristin Lejla Medii, die Black Lives Matter-Aktivistin Samantha Wanjiru und Maria Pappa, die Stadtpräsidentin von St.Gallen, diskutieren in der dritten Folge von We Talk. Schweiz ungefiltert, die am 07.04.2021 um 20.15 Uhr erscheint, wieso es in der Arbeitswelt eine Spiegelung der Gesellschaft braucht und nicht nur punktuelle Repräsentant*innen.

Privilegien und Intersektionalität

In den Folgen von «We Talk. Schweiz ungefiltert» werden immer wieder Ausdrücke verwendet, die vielleicht schwammig, nicht eindeutig oder nicht für jede*n verständlich sind. Deshalb wollen wir etwas Klarheit schaffen. Weiter unten könnt ihr die Erläuterungen zu den Begriffen «Secondo, Seconda, Second*a» und «struktureller Rassismus» nachlesen. Hier gehen wir auf das Begriffspaar «Privilegien und Intersektionalität» ein.

Privilegien

Menschen mit Privilegien geniessen Vorteile, Vorzüge und Zugänge, ohne dass sie dafür eine besondere Leistung erbringen müssen. Sie haben bestimmte Freiheiten und Möglichkeiten zu handeln, die anderen verwehrt bleiben. Beispiele für Privilegien können ein besonderes Talent oder eine gute Ausbildung sein, die es Menschen erleichtern, sich ein gutes Leben einzurichten. Privilegiert ist auch wer sich mit bestimmten Schwierigkeiten oder Problemen nicht auseinandersetzen muss. Beispielsweise hat der grösste Teil der Menschen, die in der Schweiz leben, das Privileg, sicher leben zu können, ohne die Gefahr um das eigene Leben oder einer schweren Verletzung der psychischen oder physischen Integrität.

Weiterlesen „Privilegien und Intersektionalität“